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Begegnungstreffen 2013: »Mehr Herz, mehr Leben«

25 Jahre »Bund ohne Namen«, Nachdenkliches von Ulrich Schütz, hier herunterladen ( PDF)

Im Juli konnten wir beim diesjährigen Begegnungstreffen ein denkwürdiges Jubiläum feiern: 25 Jahre Bund ohne Namen in Deutschland. Eine der meistgestellten Fragen beim Treffen: Wie wird es weitergehen? Es war allen klar, dass die Zukunft von BoN entscheidend von Menschen abhängt, die bereit und in der Lage sind, ihre Fähigkeiten und Kräfte und Zeit für die Aufgaben von BoN einzusetzen. Dazu kamen auch bei der Jahreshauptversammlung fruchtbare Anregungen. Bei der Gründung von BoN 1988 in Frankfurt traf sich etwa ein Dutzend von Phil Bosmans begeisterten Menschen. Auch wenn von diesen nur noch einer zum 25jährigen Jubiläum kommen konnte, die Zahl der Interessierten ist in diesen Jahren und durch Ihre Hilfe (z. B. durch Adressen von möglichen Interessenten) kräftig gewachsen (zurzeit etwa 5.200).

»Mehr Herz mehr Leben«: Das ist Sinn und Aufgabe des Bund ohne Namen auf die kürzeste Formel gebracht. So drängte es sich wie von selbst als Motto zum 25jährigen Jubiläum auf. Das Herz spielte die Hauptrolle beim diesjährigen, dem 16. Begegnungstreffen. Bewegend, wie viel die Botschaft von Phil Bosmans den Teilnehmenden bedeutet, wie lebendig die Erinnerung an ihn nach wie vor ist. Eine Atmosphäre voll Herzlichkeit bestimmte die gemeinsamen Tage, und das Netz der Freundschaft wird von Mal zu Mal enger.

Besonders wurde das Treffen durch Gäste geprägt, die P. Bosmans besonders nahestanden. Erstmals war P. Jef Van Kerckhoven zu unseren Treffen gekommen, er ist so etwas wie ein Kronzeuge für P. Bosmans, hat er doch über vierzig Jahre mit seinem väterlichen Freund in Kontich, in der Nähe von Antwerpen, unter einem Dach gelebt. Er kam zusammen mit Christine Schlachter, die vor vielen Jahren ihre schwäbische Heimat und ihren Beruf aufgegeben hat, um in der Nähe von P. Bosmans im belgischen Bund ohne Namen zu arbeiten; sie wurde für ihn zur treuen, vertrauten Stütze.

Eine große Überraschung und Freude war die Teilnahme von fünf lieben Menschen des ukrainischen Bund ohne Namen aus Brody. Es hatte Probleme mit dem Visum gegeben, das sie erst einen Tag vor Beginn des Treffens bekamen. Wenige Stunden später machten sie sich abends mit dem Auto auf den 1400 km langen Weg, um am nächsten Abend bei uns zu sein eine unglaubliche Strapaze. Einen ähnlich weiten Weg nimmt nun schon seit vielen Jahren der kroatische Pfarrer Pavao aus Slavonski Brod auf sich, er ist für den deutschen Bund ohne Namen so etwas wie der Stellvertreter und Nachfolger von Phil Bosmans. Ein BoN-Begegnungstreffen ohne ihn unvorstellbar.

In seinem Einführungsvortrag machte sich Ulrich Schütz, wie schon oft, zum Vermittler der Botschaft von Phil Bosmans. Unter anderem. zitierte er ihn wörtlich: »Unsere Augen sind die Fenster unseres Herzens. Machen wir sie auf für das Licht, für die Sonne am Tag und für die Sterne in der Nacht! Kommt Licht in unsere Augen, dann kommt auch Licht in unser Herz, und wir werden im Grau unseres Alltags die Farbe entdecken.« Der ansteckende Optimismus von P. Bosmans wurzelt in einem großen Vertrauen, dass es gut ist, da zu sein, miteinander Freud und Leid zu teilen. Aber er weiß auch und hat es erfahren, dass Menschen oftmals alles andere, nur nicht »Licht«, nicht »Sonne« füreinander sind, dass Menschen ihren Mitmenschen das Leben schwer, ja zur Hölle machen können. Und dennoch, es ist wie ein modernes Glaubensbekenntnis, wenn er sagt: »Ich glaube an das Gute, auch wenn so viele Menschen vom Bösen heimgesucht werden. Ich glaube an das Schöne, auch wenn sich Grauenvolles, Ekelhaftes breitmacht und tief ins Innere des Menschen dringt. Ich glaube an die Liebe, auch wenn man Feindschaft preist und Hass predigt. Ich glaube, dass der Ur-Anfang des Guten Gott ist.«

25 Jahre Bund ohne Namen: An Stellwänden vergegenwärtigten großformatige Fotos Ereignis- se aus dem Leben von Phil Bosmans und seiner BoN-Bewegung in diesen 25 Jahren. Es waren auch 25 BoN-Spruchtexte angeschlagen, aus denen jeder seinen Lieblingßpruch wählen konnte. Zu den Favoriten gehörte: »Liebe die Menschen, so wie sie sind. Es gibt keine anderen«, »Humor und Geduld sind die Kamele, mit denen ich durch alle Wüsten komme«, »Wir sind für die Freude gemacht«, »Lob ist wie eine Feder. Von Zeit zu Zeit ein Lob, und Menschen bekommen Flügel«, »Mein tiefster Wunsch: Menschen glücklich machen.« Besonders originell bei dem pantomimischen Spiel des Bunten Abends waren die von Heitrud Margraf kreierten, kunstvoll von kleinen Menschenketten umrahmten und auch mit Bosmans-Texten bestückten Puzzle-Teile, die auf dem Kopf hereingetragen wurden. Es war wie ein versteckter Hinweis, dass die Botschaft des Herzens nicht Papier bleibt, dass sie mit Kopf und Herz gelebt werden will.

Das Foto von allen Teilnehmenden des Jubiläumstreffens «25 Jahre Bund ohne Namen Deutschland»

Was spricht mich von P. Bosmans besonders an? Uli Sander mit originellem Zugang zur Botschaft.

Alle wählen ihren Lieblingsspruch, notieren ihn auf einem »Apfel« und hängen ihn an das echte Apfelbäumchen.

Auch Pfarrer Pavao aus Kroatien, Stellvertreter und Nachfolger von P. Bosmans, macht begeistert mit.

Zwei, die viele Jahre in der Nähe von P. Bosmans lebten: P. Jef aus Belgien und Christine Schlachter.

Fünf vom ukrainischen Bund ohne Namen: zwei (griech.-kath.) Geistliche mit ihren Frauen, Dolmetscherin Valerie.

Besinnlichkeit kommt nicht zu kurz. Eva-Maria Leiber moderiert das ökumenische Abendgebet.

Einstimmung auf den Sonntag durch Flöte und Orgel (Ehepaar Uhrmeister) und spirituelle Texte.

Ein Höhepunkt des Treffens: Ausflug zum Städtchen Miltenberg und Dampferfahrt auf dem Main.

Höhepunkt des Bunten Abends: das pantomimische Spiel um ein großes Herz aus vielen Puzzle-Teilen.

Der festliche Schlussgottesdienst.