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Phil-Bosmans-Stiftung

Am 8. März 2008 wurde durch den Vorstand des deutschen Bund ohne Namen in Verbindung mit der CaritasStiftung „Lebenswerk Zukunft“, Stuttgart, eine Phil-Bosmans-Stiftung gegründet. Sie wird treuhänderisch von der CaritasStiftung verwaltet, von der zur Zeit 60 Einzelstiftungen betreut werden. Das Lebenswerk von Phil Bosmans und die Zielsetzung der Stiftung, die seinen Namen trägt, ist in der Stiftungsurkunde beschrieben, siehe Auszug.

Die Vorsitzende des Bund ohne Namen, Katharina Norda, und der Geschäftsführende Vorstand der CaritasStiftung „Lebenswerk Zukunft“ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Thomas Reuther, mit den unterschriebenen Stiftungsurkunden.

Gruppenbild der beiden Vorstände nach Unterzeichnung der Urkunden. Von links: Pavao Madzarevic, Katharina Norda, Thomas Reuther, Ulrich Schütz, Eva-Maria Leiber, Edeltraud Sandner

Auszug aus der Urkunde der Phil-Bosmans-Stiftung (Präambel)

Der Person und dem Lebenswerk von Phil Bosmans in Dankbarkeit verpflichtet, errichtet der von ihm in Deutschland gegründete „Bund ohne Namen“ eine Stiftung, die im Geist seiner Botschaft des Herzens langfristig Hilfe für Menschen in besonderen sozialen Notsituationen anbietet.

Der katholische Ordenspriester von der Ordensgemeinschaft der Montfortaner hat den in den Niederlanden bereits seit 1938 bestehenden Bond Zonder Naam (Bund ohne Namen) seit 1957 in Belgien von Antwerpen aus neu aufgebaut. „Bund ohne Namen“ ist eine Bewegung für mehr Menschlichkeit, für mehr Herz in unserer Welt. Er wirkt wie ein Herzschrittmacher: Er mobilisiert den Herzschlag der Liebe. Er ist eine Einladung zum Nachdenken und zum Handeln. Er setzt sich für einen neuen Lebensstil ein. Dieser Bewegung haben sich in  Belgien dank der Initiativen von Phil Bosmans im Laufe der Jahre etwa zweihundertfünfzigtausend Menschen angeschlossen.

„Bund ohne Namen“ hat seine Wurzeln in der Botschaft des Evangeliums, aber er sucht Menschen über religiöse oder weltanschauliche, politische oder soziale Grenzen hinweg anzusprechen. Er ist offen für alle Menschen, die ein Herz unter ihrer Jacke haben. Er ist überzeugt: Die dringendste Aufgabe, um Menschen glücklicher und die Erde bewohnbarer zu machen, ist eine Kultur des Herzens. Kultur der Liebe ist der einzige Weg, auf dem Menschen menschlicher werden. Unermüdlich hat der flämische Pater die Botschaft des Herzens in Vorträgen, Rundfunkansprachen, Interviews, durch monatliche Impulskarten und durch Bücher verbreitet, die weltweit zu Bestsellern wurden. Sein bekanntestes Buch „Vergiss die Freude nicht“ wurde in 28 Sprachen übersetzt.

Aus der Botschaft des Herzens folgten Taten des Herzens. Phil Bosmans rief in einer Zeit, da das staatliche soziale Netz noch kaum ausgebaut war, eine Reihe von Hilfseinrichtungen ins Leben, zum Beispiel ein „Hotel für Menschen in Not“ mit konkreten Aufnahmemöglichkeiten für ehemalige Strafgefangene, die ausweglos auf der Straße standen, Betreute Werkstätten, Frauenschutzhäuser, Weihnachtsaktionen für Strafgefangene, Ferienangebote für Mittellose, Hilfe für Ausgegrenzte, Reparaturdienste für verarmte Menschen.

In Deutschland ist Phil Bosmans vor allem durch seine millionenfach verbreiteten Bücher bekannt geworden, aber auch durch Vorträge, bei denen er durch seine Ausstrahlung Begeisterung für ein neues Leben, für ein Leben mit Herz, für seine Botschaft des Herzens weckte. Mit einigen deutschen Freundinnen und Freunden gründete er 1988 nach dem flämischen Vorbild in Frankfurt a.M. einen deutschen Bund ohne Namen. Ein kleiner Kreis von verantwortlichen Mitgliedern trägt die vereinsrechtliche Verantwortung für den eingetragenen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannten Verein. In den zwanzig Jahren seines Bestehens hat der deutsche Bund ohne Namen insgesamt etwa fünfzehntausend Menschen näher interessiert, von denen über sechstausend regelmäßig als Sympathisanten alle zwei Monate mit graphisch attraktiv gestalteten Impulskarten, Impulsen zu einem Leben aus der Botschaft des Herzens, immer wieder neu angesprochen und über die sozialen Initiativen des Bundes informiert werden.

Durch die dem deutschen Bund ohne Namen zur Verfügung gestellten Spenden konnten im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von sozialen Projekten finanziert werden. In der Regel geschah das so, dass größere soziale Initiativen, die besonders engagierte Freunde des Bundes ehrenamtlich und eigenverantwortlich durchführen, finanziell mit unterstützt wurden, wie Transporte von Hilfsgütern für Kinder- und Altenpflegeheime, Krankenhäuser, Schulen in Lettland, Litauen, Kaliningrad. Aber auch Hilfsprojekte im Inland, eine Resozialisierungseinrichtung in Kassel oder eine Obdachlosenhilfe in Freiburg. Zudem wurde auch der kroatische „Bund ohne Namen“, den der katholische Pfarrer Pavao Madzarevic, ein enger Freund von Pater Phil Bosmans, mit dem Zentrum eines „Haus des Herzens“ gegründet hat, regelmäßig in besonderer Weise unterstützt.

Um dem Anliegen von Phil Bosmans auch in Zukunft eine wirksame Perspektive zu sichern, sollen Rücklagen, die der deutsche „Bund ohne Namen“ aus Zuwendungen und aus Aktionen seiner Freunde und Förderer gebildet hat, in eine „Phil-Bosmans-Stiftung“ überführt werden. Sie dient dem Zweck, Menschen in besonders schwierigen sozialen Notsituationen zu helfen und zunächst die Arbeit des kroatischen „Bund ohne Namen“ für Notleidende zu unterstützen.